Verfasst von: Elly | Oktober 14, 2008

Kaminfeuer. Oder: Backofen brennt!

Früher habe ich oft gebacken, manchmal Kuchen, meist aber Brot aus Brotbackmischungen. Das stets zusammen mit meinem Freund, Dr. Oet*ker. Inzwischen musste ich erkennen, dass Backen so einige Gefahren mit sich bringt, genauso wie Kochen. Zumindest dann, wenn man dazu neigt, die Mengenangaben und Zutaten in Rezepten „eher kreativ“ zu handhaben.

Ich habe es aufgegeben – sowohl das Backen und Kochen als auch die Experimente mit den Rezepten – nachdem ich mich ein paar Male durch den Rauch in der Küche kämpfen musste, der mir aus Richtung des Backofens entgegen kam, und der die ganze Wohnung noch Tage danach mit einem Geruch nach verbranntem Irgendwas versetzte. (Nix mit gesund oder kreativ also.)

Ganz „gemütlich“ wurde es, als ich mir vor längerer Zeit mal irgendwas im Backofen machen wollte (- ich kann mich nicht einmal daran erinnern, was das war…).

Zumindest weiß ich jetzt, dass eine Stunde genau ausreicht, um den Backofen in einen Kamin zu verwandeln. Nachdem ich mich in der Küche durch den Rauch gekämpft hatte und die Backofentür öffnete, schossen mir plötzlich Flammen entgegen. – Ich weiß, ich neige dazu, die Dinge zu dramatisieren, aber diesmal ist es NICHT so. Ganz im Ernst, in dieser Situation habe ich wirklich Angst bekommen. Instinktiv habe ich folgendes gemacht:

  1. Backofentür schließen (andernfalls bekommt das Feuer noch mehr Sauerstoff)
  2. Backofen ausschalten (falls nicht schon geschehen)
  3. Wasser aufs Backblech (und nur dort hin!) schütten – die Backofentür dabei nur ganz vorsichtig und sehr kurz öffnen (NICHT, wenn Öl oder anderes Fett im Backofen befindet! Mir fällt gerade nicht ein weshalb, aber das soll man in keinem Fall machen.)
  4. Warten und Hoffen… (Bei mir ist es gut ausgegangen. Funktioniert auch noch alles, abgesehen jetzt mal vom Backblech. Die Rußspuren ließen sich später auch halbwegs ohne Probleme beseitigen.)
  5. Erkennen, dass eine Löschdecke und ein Feuerlöscher angeschafft werden müssen.

Und ja: das ist mir enorm peinlich.

Eine Freundin meinte jedenfalls später zu mir, es wäre doch abnormal, dass jemand sein Essen schlichtweg „vergisst“ und nicht ungeduldig in der Küche herumläuft und darauf wartet, dass es endlich fertig ist….

MfG usw.


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